\"Tradition und Partnerschaft 200 Jahre Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau\" icon

"Tradition und Partnerschaft 200 Jahre Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Breslau"


Similar
Bitte beachten: Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die sich aus den Veröffentlichungen im...
Theatralität und Authentizität zwischen Viktorianismus und Moderne : Romane von Henry James...
Berufliche Übergänge. Psychologische Grundlagen der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung...
Madame Bovary“ und die Folgen (in Literatur und Film)...
Sport und Sportorganisationen in der Zeit von 1870 – 1948 in Böhmen und Mähren...
Unternehmer und Finanzjongleur Max Maulauf ist pleite...
Doris Bischof-Köhler und Norbert Bischof. Leben und Wissenschaft...
100 Jahre Esperanto in Herzberg am Harz...
Eine universal pictures und imagine entertainment Produktion in Zusammenarbeit mit relativity...
Geschichte – Friedrich-Meinecke-Institut (we 1) 17...
Friedrich Nietzsche The Birth of Tragedy...
In the Literary Tradition...



Загрузка...
страницы: 1   ...   10   11   12   13   14   15   16   17   ...   21
return to the beginning
скачать
^

Der „Retter des Doms“ starb mit 98 Jahren


Erzbischof Philipp M. Hannan war ältester Ehrendomherr - Erzbischof Hannan in der Uniform seiner Einheit.

KÖLN/NEW ORLEANS. Im gesegneten Alter von 98 Jahren ist in der vergangenen Woche der langjährige Erzbischof von New Orleans, Philipp M. Hannan, verstorben. Mit Hannan verstarb zugleich der älteste Ehrendomherr der Hohen Domkirche zu Köln. Den „Retter des Kölner Doms“ hatte Kardinal Joseph Höffner 1985 auf Antrag des Metropolitankapitels zum Ehrendomherrn ernannt. Nach der Eroberung Kölns durch die Amerikaner im März 1945 war der damals 32-jährige Kaplan, der mit den Kampftruppen in Köln eingerückt war, für einige Wochen zum Dompfarrer ernannt worden. Als Feldkaplan gehörte der Priester dem 505th Parachute Regiment der 82nd Airborne Division an. Zusammen mit seinen Kameraden war Hannan als Fallschirmspringer in der Normandie gelandet und hatte in vorderster Linie den Vormarsch der US-Truppen begleitet. Ob es stimmt, dass Hannan in das Zelt eines amerikanischen Befehlshabers gestürmt ist und diesen davon abgehalten hat, aus der Höhe von Königsdorf, einige Kilometer westlich von Köln, mit Artillerie die Türme der Kathedrale unter Beschuss nehmen zu lassen, um deutsche Beobachtungsposten auszuschalten, ist nicht ganz geklärt. Tatsache aber ist, dass er am Dom Wachen aufstellen ließ und so verhinderte, dass in der Kathedrale geplündert wurde. Ein eindrucksvolles Foto, das am 11. März 1945 entstand, zeigt ihn zusammen mit 48 US-Soldaten während des ersten Gottesdienstes nach der Einnahme der Stadt im Dom.

„Wir waren der Meinung, dass sich Erzbischof Hannan im Jahre 1945 auf besondere Bitte von Kardinal Frings um die Hohe Domkirche verdient gemacht hat und von daher ein persönliches Verhältnis zum Dom gewonnen hat, das ihn sogar veranlasste, Ihnen, der Hohen Domkirche und der Stadt Köln im vorgerückten Alter einen Besuch abzustatten und im Dom mit uns die Eucharistie zu feiern“, hieß es im Antrag des Domkapitels vom Dezember 1984 an den Erzbischof. Kardinal Höffner stimmte diesem Antrag freudig zu und überreichte am Dreikönigsfest des folgenden Jahres dem eigens angereisten Erzbischof Hannan die Ernennungsurkunde und den Kapitelsstern mit der goldenen Kette. In seiner Predigt erinnerte Bischof Hannan, der ein enger Vertrauter der Kennedys war, an seine Zeit in Köln. „Während des Krieges hatte ich als Militärgeistlicher die Ehre, für kurze Zeit dieser herrlichen Kathedrale zu ihrem Schutz als Custodian zu dienen.“ Der spätere Kardinal Frings habe ihn dazu ernannt, nachdem er ihn in Bad Honnef, wohin sich der Erzbischof geflüchtet hatte, getroffen hatte. „Die Urkunde dieser Ernennung habe ich immer mit mir geführt als besonderer Ausdruck der großen Privilegien, die mir mein priesterliches Amt gebracht hat“, so der Bischof, dessen Großmutter aus Darmstadt stammte.

Erst 2010 ist in den USA eine Biografie über den Erzbischof mit dem Titel „The Archbishop wore combat boots“ („Der Erzbischof trug Kampfstiefel - Memoiren eines außergewöhnlichen Lebens“) erschienen.
RB

PL: www.kirchenzeitung-koeln.de - - Archidiecezja obecnie:
On jako "Zbawca Katedry Köln", zmarł w wieku 98 roku


Abp Philip M. Hannan był najstarszym Ehrendomherr honorowym kaplanem katedry Köln-

Arcybiskup Hannan w mundurze swego oddziału.
KOLONIA / Nowy Orlean.


W błogosławionym wieku 98 lat w zeszłym tygodniu, długoletni arcybiskup Nowego Orleanu, Philip M. Hannan, zmarł. Z Hannan zmarł także najstarsze katedry honorowym kaplanem -Ehrendomherr w Kolonii. "Zbawiciela katedry w Kolonii" na wniosek byłego kardynała Joseph Höffner mianowany w 1985 roku metropolity na Ehrendomherrn. Po zdobyciu Kolonii przez Amerykanów w marcu 1945 roku, następnie 32-letni kapelan, który dołączył do oddziałów walczących w Kolonii, został nominowany na kilka tygodni do proboszcza. Jako kapelan należał kapłan do 505-ga Pułku Spadochronowej 82. Dywizji Powietrznodesantowej. Wraz z towarzyszami wylądował Hannan jako spadochroniarz w Normandii i towarzyszył w czołówce wojsk amerykańskich. Czy prawdą jest, że Hannan wpadł do namiotu amerykańskiego dowódcy, i odstraszyl od odniesienia w okolicy Königsdorfu, kilka kilometrów na zachód od Kolonii, z artylerii, wieże katedry w ogniu, aby włączyć niemiecki punkt obserwacyjny jest nie w pełni zrozumiałe. Ale faktem jest, że założył oddzial strażników w katedrze, a więc zapobiegać, że nie został złupiony w katedrze. Imponujące zdjęcia, które w dniu 11 Marca 1945 pokazywał mu wraz z 48 amerykańskich żołnierzy podczas pierwszego nabożeństwa po zdobyciu miasta w katedrze.

"Jesteśmy zdania, że stał się arcybiskup Hannan w 1945 roku wybitny świadczonych na specjalne życzenie kardynała Fringsa w Katedrze i dlatego wygrał osobistej relacji z katedry, że spowodował go nawet, by Katedr mogl odwiedzilc Kolonii w podeszłym wieku oraz w katedrze z nami w Eucharystii, "czytamy w stosowaniu rozdział w grudniu 1984 roku do arcybiskupa. Kardynał Höffner zgodził się na tę prośbę z radością i dał Epiphany następnego roku arcybiskup Hannan podróżował specjalnie zaświadczenia o mianowaniu i Kapituły Gwiazdy złoty łańcuch. W homilii biskup Hannan, który był bliskim powiernikiem Kennedys, w swoim czasie w Kolonii. "W czasie wojny miałem służyć jako kapelan wojskowy, honor, przez krótki czas tej wspaniałej katedry do ich ochrony jako powiernik." Przyszłość kardynała Fringsa mianował go, po tym jak go w Bad Honnef, skąd arcybiskup uciekli, spotkał się miał. "Ratyfikacja tej nominacji, jaką kiedykolwiek zrobić ze mną, jako szczególny wyraz wielkie przywileje, które przyniosła mi posługi kapłańskiej", powiedział biskup, którego babcia pochodziła z Darmstadt.

Dopiero w 2010 roku w USA pojawiła się. biografia arcybiskupa pod tytułem "Arcybiskup nosił buty wojskowe" ("arcybiskup miał na sobie buty wojskowe - Wspomnienia niezwykłego życia").
RB


15.6.1949 OP-Zeitung: - „Wir Ostpreußen

Folge 10 / Jahrgang 1

,Wir Ostpreußen" - 15. Juni 1949 / Seite 2

Ostfrage im Spiegel der Welt:

„Deutsche Ostgrenze in Potsdam endgültig geregelt"

Sowjetische Stellungnahme zu Kombinationen in der Westpresse - Drei Millionen Opfer seit 1945


Die Erörterung der Frage der deutschen Ostgebiete steht gegenwärtig im wesentlichen im Zusammenhang mit der Pariser Außenministerkonferenz. Hatte bereits vor einiger Zeit Walter Lippmann in der „New York Herald Tribüne" darauf hingewiesen, daß die Möglichkeit eines entsprechenden Angebots an Deutschland von Seiten der Russen bestünde, so warnt er in einem weiteren Aufsatz die amerikanische Oeffent-lichkeit ausdrücklich davor, in irgend einer Weise für eine Rückgabe der deutschen Ostgebiete einzutreten. Der „Manchester Guardian" dagegen unterstreicht, daß es gälte, auf der Pariser Konferenz eine .vertrauensvolle Atmosphäre'" zu schaffen, in der dann auch eine „Revision der Oder-Neiße-Linie' erfolgen könne Diese 1 lottnungen aber, die in Deutschland bereits d:rch verschiedene Gerüchte über die Aendcrung der russischen Haltung usw. — wit in der vorigen Presseschau berichtet zum Ausdruck kamen, wurden nicht nur durch den bisherigen Ablauf der Pariser Konferenz selbst, sondern durch eine spezielle, die deutsche Ostgrenze betreuende Verlautbarung eiiitts Sprechers der sowjetischen Delegation in Paris zunichte gemacht Wladimir Pawlow sagte nämlich anläßlich einer Pressekonferenz, auf der auf die Frage der deutsch-polnischen Grenze hingewiesen wurde, wörtlich folgendes: „Die deutschen Ostgrenzen wurden in Potsdam zwischen den vier Großmächten endgültig geregelt, weshalb man dieses Problem nicht nochmals aufzugreifen braucht." Schlesien sei heute polnisches Territorium. Die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung" meint hierzu am 26. 5.: „Wenn es Ziel der russischen Politik ist, soweit wie möglich nach Westen vorzustoßen — und wer wollte das bezweifeln — welchen Sinn hätte dann ein Verzicht auf die Gebiete östlich der Oder-Neiße . . .?". Dio „Lübecker Nachrichten" vom 19. 5. aber warnen unter der Ueberschrift „Rückkehr in die alte Heimat?" davor, bei den Vertriebenen vorzeitige Hoffnungen auf die Rückkehr zu erwecken, obwohl dies nicht bedeute, die Ansprüche auf urdeutsches Land aufzugeben. Die „Badische Zeitung", Freiburg, vom 26. 5. weist nochmals auf die politische Bedeutung der neuen Landkartenanordnung der Britischen Militärregierung hin, wonach auf den Deutschlandkarten die deutschen Ostgebiete als polnisches bezw. russisches Verwaltungsgebiet zu bezeichnen sind, und schreibt dazu: „Die jetzige tatsächliche Begrenzung Deutschiends im Osten wird damit deutlich mit dem Stempel der Vorläufigkeit versehen. Die


^ Aachener Volkszeitung" gab am 25. 5. gerade auch in Hinsicht auf die Pariser Konferenz der „Stimme der Vertriebenen" Raum und forcierte, daß es das an Deutschland begangene unrecht wieder gut zu machen gelte, indem der gesamte deutsche Osten mit dem Westen wieder vereinigt werden solle. Der Westen sei auf die Dauer ohne den deutschen Osten wirtschaftlich nicht existenzfähig.

Außer diesen auf die Grenzfrage eingehenden Artikeln sind wiederum eine Anzahl von Aufsätzen über die gegenwärtige Lage in den deutschen Ostgebieten zu verzeichnen, wobei vor allem Ostpreußen im Vordergrund steht. „Wir kommen geradewegs aus Königsberg" ist ein Bericht von Heimkehrern aus Königsberg betitelt, der in der „Westdeutschen Rundschau , Wuppertal, am 25. 5. erschien, während die „Deutsche Volkszeitung", Celle, am 24. 5. ebenfalls „Das verwandelte Ostpreußen" unter polnischer und russischer Herrschaft schildert. Ein weiterer Aufsatz in der gleichen Nummer der „Westdeutschen Rundschau" bringt zur Darstellung, in welch brutaler Weise jetzt die noch in der Heimat befindlichen Deutschen zur Option füi Polen gezwungen werden. — Die „Rhein-Pfalz", Neustadt-Hardt vom 31. 5. beschreibt die Verhältnisse in Danzig, wogegen die „Mainpost", Würzburg, vom 31. 5. in einem Artikel „Schlesien verlor sein deutsches Gesicht", und die „Rheinisch-Pfälzische Landeszeitung", Koblenz, vom 1. 5. in einem Bericht „Breslauer Panorama 1949" die gegenwärtige Lage in Schlesien behandeln. Eine Gesamtübersicht über die deutschen Ostgebiete brachte der „Münchener Merkur" vom 25. 5. mit einem Artikel „Jenseits der Oder liegt Europas Wüste", und der „SOPADE-Informationsdienft", Hannover, veröffentlichte in einer Sonderausgabe eine ausgezeichnete Uebersicht über die Verteilung der Flüchtlinge in den Westzonen wie überhaupt über das gesamte Flüchtlingsproblem. Eine kleine Notiz in der „Deutschen Volkszeitung", Celle, vom 24. 5. zeigt den tragischen Hintergrund für das Bild, das so wiederum in Einzelausschnitten der Presse gegeben wird: Der Leiter des „Kampfbundes gegen Unmenschlichkeit", Dr. Rainer Hildebrandt, so heißt es in dieser Notiz, teilte kürzlich auf einer öffentlichen Kundgebimg in Berlin mit, daß nach IU-Vfri-u.. :-f--» Berichten seit WIS in den deutschen Ostgebieten drei M 1111 o n e n D e u ts ch e vernichtet oder deportiert worden sind.


Folge 10 / Jahrgang 1

,Wir Ostpreußen" 15. Juni 1949 / Seite 3


Ostpreußen kein urslawisches Gebiet 1

Irrtum und Wahrheit über Ostpreußens älteste Bevölkerung in urgeschichtlicher Zeit


In Folge 8 unseres Mitteilungsblattes brachten wir unter der Ueberschrift „Königsberg ebensogut deutsch wie Berlin oder Hamburg" einen Artikel, den Andre- Pierre in der Zeitung „France liliu-ltuWun" veröffentlichte. Wir ließen diesen eindrucksvollen Versuch einer objektive« Wertung der deutschen Geschichte Ostpreußens zunächst einmal für sich stehen, baten dan*. jedoch Dr. Wilhelm G a e r t e , den froheren Direktor des Prussia-Museums In Königsberg und heutigen Vorsitzenden der „Ostpreußen Kuittirgemeinschaft", sich zu einigen Fehlmeinungen de9 Verfassers zu äußern.

Der in der französischen Zeitschrift „France Illustration" Gegenwart veröffentliche Aufsatz ist gewiß jedem Deutschen und besonders den Ostpreußen aus dem Herzen gesprochen| wird doch dort der unbedingte Anspruch Deutschlands auf dieses Land als kerndeutsches mit erfreulichem Nach-dnu k und aller Offenheit betont und unterstrichen. Und das von einem Franzosen, dem sicher niemand etwa gefühlsbetonte Vorurteile unterstellen wird. Für diese Ehrlichkeit und loyale Haltung drücken wir dem Verfasser über die Grenze hinweg die Hand.

Wenn hier zu den Ausführungen Pierres das Wort genommen wird, so nur deshalb, weil dem Verfasser ein Irrtum unterlaufen ist, der zugunsten der Wahrheit nach Richtigstellung verlangt. Pierre sagt: „Zweifellos war Ost-preußea einmal von Slawen bewohnt". Diese Ansicht deckt sich vollkommen mit der 1947 in einer Königsberger Bot-sch.tlt ausgesprochenen Behauptung, daß Ostpreußen „seit undenklichen Zeiten slawisches Land ist". Dem Franzosen dürfen wir gewiß eine ehrliche Meinung zubilligen. Da auch fM Deutschen mitunter über die Urbevölkerung Ostpreußens dieselbe Ansicht herrscht, erscheint eine Berichtigung in doppeltem Sinne erwünscht.

Bevor der Deutsche Ritterorden zur Christianisierung und Eindeutschung des Gebietes zwischen unterer Weichsel und Memel schritt, hatten die P-rußen — woraus Preußen wurde — das Land inne. Unter diesem Namen faßte die mittelalterliche Geschichtsschreibung die Volksstämme zusammen, die in dem umrissenen Gebiet, im wesentlichen in Ostpreußen saßen (vgl. Dr. Wilhelm Gaerte, Urgeschichte Ostpreußens. Königsberg, 1929). Hunderte von Orts-, Flur- und Personennamen zeugen für ihre vordeutsche Anwesenheit im Osten Deutschlands noch heute (vgl. Prof. Gerulüs, Die altpreußischen Ortsnamen und Prof. Trautmann, Die altpreußischen Personennamen). Hält vielleicht Pierre diese Prußen (Altpreußen) für slawisch? In diesem Falle würde er sich in einem Irrtum befinden. Denn die Prußen bilden, wie die Sprachwissenschaft einwandfrei nachgewiesen hat, zusammen mit den Litauern und Letten einen eigenen Sprachkreis, der dem slawischen, germanischen und anderen indogermanischen Sprachkreisen gesondert gegenübersteht.

Von einem slawischen Urvolk kann also für Ostpreußen nicht die Rede sein. Daß auch das slawische Volk der Polen nicht in Frage kommt, ist der einschlägigen europäischen vorurteilslosen Wissenschaft bereits seit langem ein unbezweifel-barer Satz; es findet nach den obigen Ausführungen im vordeutschen urgeschichtlichen Ostpreußen keinen Platz. Erst im Mittelalter hat der Orden selber zur Besiedlung der „Wildnis" in den Süden des Landes Masuren, d. h. Angehörige einer polnischen Dialektgruppe, hineingezogen, deren Nachkommen aber in der bedeutungsvollen Abstimmung vom 11. Juli 1920 zu 97,8% für ein deutsches Ostpreußen eingetreten sind.

Vertreter Dr. Schreibers nach den USA

Der stellvertretende Leiter des Amtes für HeimatVertriebene im Vereinigten Wirtschaftsgebiet und Geschäftsführer der deutschen Flüchtlingsverwaltungen, Landrat a. D. Middel-mann, ist in die Vereinigten Staaten von Nordamerika abgereist. Er ist dorthin zur Unterrichtung über das Problem der heimatvertriebenen Deutschen eingeladen worden. Dabei wird er besonders seine Aufmerksamkeit auch der Hilfe zuwenden, die sich aus dem Marshallplan für die Vertriebenen erreichen läßt.

^ Wird Gauleiter Koch ausgeliefert?

Kaum wurde die Verhaftung des früheren Gauleiters Koch in Westdeutschland bekannt, verlangte die russisch lizenzierte Presse seine Auslieferung an die Sowjetunion. „Ab nach Rowno" überschreibt sie ihre Forderungen und weist darauf hin, daß Koch 3 Millionen östlicher Zwangsai heiter und 2,5 Millionen Tote seines Reichskommissariats in der Ukraine auf dem Gewissen habe. Koch ernannte Rowno zu seiner Hauptstadt. Die Russen möchten ihn jetzt dort aburteilen. In Berlin erwartet man, daß die UdSSR bald offiziell seine Auslieferung fordein werden. („Abendpost", Frankfurt/M.)


^ 15. Juni 1949 / Seite 4 „Wir Ostpreußen"

Folge 10 / Jahrgang i

Und wieder sehen wir die Heimat:


Auch Gumbinnen eine russische Stadt

Schilderung eines Heimkehrers aus dem Herbst 1948 — Die Felder liegen brach


Bei dem Kreistreffen der Gumbinner am 11. Mai in Heide berichtete ein Landsmann, der noch bis zum Herbst 1948 in Gumbinnen gearbeitet hat, über die Verhältnisse in der Stadl unter russischer Verwaltung. Wir bringen aus seiner Schilderung folgenden Auszug:

„Gumbinnen ist eine russische Stadt geworden. In den noch bewohnbaren Häusern in der Bismarckstraße, Bussardstraße, Siedlung Annahof und Preußendorf wohnen Russen. Im alten Rathaus in der Königstraße sind Arbeitskommandanturen eingerichtet, die den Einsatz für das Militäi und die Land- und Forstwirtschaft tätigen Die Friedrichsschule wurde als Lazarett eingerichtet. Die Cäcilienschule ist Russenschule. Die Kasernen sind erhalten und mit Soldaten belegt, die in den Straßen, besonders in der Friedlichstraße, üben. Neugebaut wird nichts, viele Gebäude zerfallen durch die Witterungs-einflüsse. Ueber die Rominte führt eine Holzbrücke als Verlängerung der Poststraße. Der Fluß ist sehr flach und voll von


Gerumpel: Geschütze, Wagen u. a. Der Russe benutzt das Wasser zum Waschen und Trinken. Die neue Badeanstalt ist in Betrieb. Mühle Pflichtenhöfer und Mühle Prang mahlen mit Wasser. Der Elch und das Friedrich-Wilhelm-Denkmal stehen noch. Alte und neue Regierung sowie das Neue Rathaus sind zum Teil erhalten, aber unbewohnbar. Im Bankraum der Landschaftsbank, Königstraße, ist eine Gastwirtschaft eingerichtet. Ein Markt wird regelmäßig auf dem Holzplatz von Limbacher abgehalten. Die alten Friedhöfe sind zum Teil zerstört. Die Grabsteine benutzt der Russe, indem er seine Grabinschriften auf der Rückseite einmeißelt und auf seinem eigenen Friedhof verwendet, der am Ende der Bismarckstraße in einem Roßgarten von Friedrichsfelde angelegt ist. In Fichtenwalde ist viel abgeholzt. Meterlange Holzstümpfe zeigen an, wo einst die schönen Bäume gestanden haben. In den großen Gütern Stam-mitschen, Nemmersdorf und Brakupönen hat der Russe Kolchosen eingerichtet, sonst liegt der fruchtbare Gumbinner Boden brach. Disteln und Unkraut wachsen auf den Feldern."


^ Der Storch in der Baracke i Mutterfreude auch im engsten Raum


Eines Tages saß ei auf unserer Baracke, der Pappschachtel mit den dünnen Wänden, und klapperte vernehmlich. „Aber Adebar*, sag" ich, „Du willst uns ein Kind bringen? Wir haben doch sdion vier, sollen wir denn das nächste an der Decke aufhängen?"

„Schnick schnack", meinte Adebar, „bei Euch sind die Kinder gut aufgehoben, richte Dich nur drauf ein, im Mai komme ich*. Und damit flog er davon.

Tch kehre leicht verwirrt in meine Baracke zurück. Also noch eins. Wohin damit? In unserem Wohnzimmer kann kein Kinddien sein, da würden es die Geschwister um den Verstand bringen, ehe es einen hätte. In der Schlafecke ist es zu dumpf und zu kalt, und die kleine Küche kommt gar nicht in Frage. Alle drei Räume zusammen haben ja nur 30 gm. Also wohin? Aber ich habs! Neben dem Wohnzimmer ist ja noch eine Rumpelkammer, 4 qm groß, aber hell und luftig und mit eigenem Eingang von außen. Vater muß einen Schuppen bauen für alles, was in der Kammer war, dann wird gescheuert und geputzt, ein Fenster eingebaut, und ehe wir's uns versehen, haben wir nicht nur ein Badezimmer, sondern das reizendste Wochenstübchen.

Mehr als ein Bett, ein Nachttisch und der Babykorb geht ja mit dem besten Willen nicht hinein. Aber das reicht ja auch. Und es dauert gar nicht lange, da freue ich mich auf den kleinen Gast und nehme mir vor, ihn mit rechter Bereitsdtaft aufzunehmen. Zuerst richte ich ihm sein Körbchen ein. Ist auch die Matratze nur von Heu, so ist doch die Decke warm und weiß bezogen, und Kleinchen kann in einem eleganten Stubenwagen auch nicht behaglidier liegen als in dem alten Waschkorb.

Was tuts, daß die Windeln aus altem Bettzeug sind und mit grünem Stickgarn gesäumt, um das kostbare weiße Garn zu sparen? Was tuts, daß statt der Strampelanzüge bunte Säckchen aus alten Sommerkleidern und Kaffeedecken bereitliegen, in denen die Strampelbeinchen sich bewegen sollen? Ich gewinne sdion bald die beruhigende Gewißheit: Sauber und frisch werde ich das Kleine schon halten können. So mag es denn kommen.

Aber der Mai vergeht mit vergeblichem Warten. Doch eines Abends ist es denn endlich so weit. Der Juni hat sdion angefangen, die Tage sind lang und die Nächte kurz. Aber nein, unser Kleines muß sich eine der kurzen Dunkelstunden aus-sudien. Oder wollte es sich und uns die Nachbarschaft vom Halse halten und unseren Kindern die Beunruhigung ersparen? Die weise Frau kam und forderte Licht. Eine Petroleumlampe stand ja längst bereit, aber vom Nachttisch aus konnte sie in dem engen Zimmer wenig ausrichten. Aber das Kind war einsichtig und kam ohne besondere Umstände auf die Welt. Gar nicht leidit war die Frage entschieden, ob Junge oder Mdädien. Wir hatten uns nach drei Jungen so sehr ein Mädchen gewünscht und waren so froh, als die weise Frau zuerst sagte: „Was haben wir denn nun? Ein Mädchen.* Aber die Lampe täuschte. Es war wieder ein Junge. Und dabei hatten die Kinder doch immer gesungen:

Storch, Storch, bester,

bring uns ne kleine Schwester.

Storch, Storch, guter,

^ Jbring uns nur keinen Bruder.


Nun wurde er in eine sorgsam gescheuerte Geschirrschüssel gesteckt und im Schein einer kleinen Stallampe gebadet. Bald lag eine rosige kleine Puppe weißgebündelt in seinem Körbchen und schlief den ersten Erdenschlaf. Und als nach ein paar Stunden die Sonne aufging, da schob ich mich vorsichtig im Bett hoch, um ins Körbchen zu sehen, und nun schloß ich Freundschaft mit meinem vierten Sohn.

Bald kam der Siebenjährige. „Willst Du ein Baby sehen?" Er machte ein bitterböses Gesicht. „Du hast ja noch gar keins"

— auch den Kindern war das lange Warten zu viel geworden.

— „Sdiau einmal ins Körbchen!" Da ging ein helles Leuchten über sein Gesidit. „Wie klein es ist!"

Nun, es ist größer geworden und hübscher, und als Adebar gestern wieder nachfragen kam, ob er es gut gemacht hätte, da sagten wir alle: „Ja, Adebar, das hast Du fein gemadrt, und wir tausdien unseren „Schmunzelmann" gegen kein noch so niedliches Mäddien mehr um." Elisabeth Achterberg.


De ool Hoff

Ostpreussisch geschrieben: - ^ Dialekt wschodniopruski:

De Sdiwestre hadde alled fertij to disem Doag. De Huus-daer waer met fresche Danne utgesdtmöeckt on eewer dem Hoffdoor wer en Boage ut junge Berkebeam gemoakt. De Hoff waer ok bletzblank.

Von der Landstroat kunn man ok schon de Kutsche here, de met forschem Draff op den Hoff gefoahre kerne. Allen ver-out de Brutkutsch. De Otto hadd ut enem andre Derp sien Mädel geholt on söeck nich lang besonne, sondern boald ge-friet. De Mutter wer gestorwe, on op dem Hoff wurd ene Fruu gebrukt.

Ower jetzd docht de Otto nidi so veel an siene Hoditied, als an dat andre, dat hiede ok noch koame mußd. He hadd gistre on ok den Doag verher met sienem Voader garnich mehr gesproke, wat nu hiede koame sulld. He docht, dat de Voader bestemmt nich vergete hadd, dat met dem Hochtieds-doak ok de Hoff an den Sehn ewerjeiht. Et wer schon emmer sogewese, dat op disem Hoff de Voader am Hochtiedsdoag dem Sehn de ganze Wertschaft ewergeft. On da were se oak schon. De Kutscher fohr den Brutwoage didit an de bekränzde Huus-daer, on da seej ok schon de Otto, dat sien Voader nich vergete hadd, wat dis Doag bediede sulld. He stund da, wie sien Voader bie siener Hochtied da gestände hadd, on wacht, dat de Sehn segge sulld: „Voader, spann man ut on bring de Perd en den Stall!"

Discr Ogebleck wurd ok von de Lud nich vergete. See wußte, dat von nu an de Hoff dem Sehn geheerd.

Biem Hoditiedsete heel de Voader noch eene kleene Red, verteilt, dat op disem Hoff sien Voader, sien Groatvoader on sien Urgroatvoader gebore wurd, gewohndt heft on gestorwe es. Dat sien Sehn nu schon de fefter en diser Rehj es. De Lud bruke von nu an nich mehr ehmm to gehorche, sondern sulle sienem Sehn so folge, wie se ehmm ok emmer ge-folgd send. Oawer wenn eener siene Roat brukt, denn sull de man to ehmm koame, on he ward schon helpe köenne.

On so wer et ok. De Sehn froagt noch emmer siene Voader, on wenn de Sehn wat saed, wußte de Lud, dat de ool Buur ok davon wüßt. Et jeew ok doarom keine Striet. Oawer wenn de Söenke so schöen lachd, denn jing de Voader noch op de Föelder on seej, op ok aller rechtig gemoakt wurd.


Wie kämpfe ich für den Frieden in der Welt - singend - pksczep


- in 3 Konzerten in nächsten 5 Wochen, besonders in der Zeit, wenn die Welt immer an der Schwele zwischen Krieg und Frieden sich befindet:


In der Kirche im Dezember singe ich im Kirchenchor „Cäcila“ ein Werk von Felix Mendessohn Bartholdy - „Verleih uns Frieden gnädiglich“ = Da nobis pacem, Domine 11.12.2011

Aber

Beim Bayer Leverkusen Männerchor Chor singen wir für 19.11.2011 (Neujubilarfest)

  • Jacob´s Ladder - Spiritual

  • Down by the riverside (Ablegen will ich mein Schwert und Schild )

Und Unter anderen auch:

Herrlicher Baikal

Ol’ Man River

Grüß mir die Reben


Mit dem gleichem Chor dazu 5 Wehnachtskonzerte - 1, 12, 14, 15, und 18. Dezember 2011

Marc Antoine Charpentier, - Für den Frieden in der Welt - Friedenshymne nach dem berühmten »Te Deum« Eingerichtet für Chor von Hermann Ophoven


Um 20.00 Uhr.

1.12.2011 (Weihnachtskonzert Wuppertal)

12./14./15.12.2011 (Weihnachtskonzerte Altenberger Dom)

unter anderen:

Für den Frieden in der Welt              

Gott in der Natur                                   

Ave Maria (Bruckner)                          

Dir singen wir (russ./Rische)             

Jacob’s Ladder                                     

Go, tell it to the mountain                     

Mary had a baby                                    

Du kl. Städtchen Bethlehem             

Jerusalem                                                 

Es ist ein Ros entsprungen 

White Christmas                                    

Joy to the world                                     

Hymne an die Nacht                            

Von all den 1000 Klängen   

Hallelujah                                

Und andere Solo Lieder.

Zugaben:

Winternächt’ges Schweigen                                     

Süßer die Glocken nie klingen

Stille Nacht (nicht in Wuppertal)

Eintritskarte schon im Verkauf!


„Down by the riverside“ ^ Ablegen will ich mein Schwert und Schild -


odlozyc chce miecz i tarcze ….i w rzece pogrzebac´…. Slowa pokojowe, gdy sami Amerykanie prowokuja nowymi typami broni i testowanie na nowych poligonach, jakimi sa panstwa swiata - niedawno Libyen, teraz kracza i być może w Iranie…

A my spiewamy i spiewamy i spiewamy…. Może nie wszyscy nas słyszą, bo co to 4.000 publiki nas na tych koncertach słyszy. Was Ślązacy Ślązacy Niemczech - zaprasza tez, nie przesypiajcie w domach przy chłodnawych już wieczorach tradycyjnie za pieckiem, lub waszym kachlokiem, bierzcie czynny udzial w koncertach, co jest tradycja w Niemczech - w porze adventowo-bozenarodzeniowej…. Bo jak już tu jesteście i robicie się za wielkich Niemcow, to realizujcie tradycje tej tu ziemi…. A przy okacji będziecie uczestniczyc tez w tej walce o pokoj… bo o to tu chodzi, jak i rozmyślaniach duchowego przygotowania się do swiat….

Nich się Amerykanie wschluchaja w ich slowa - i nie kadza nowymi broniami w swiecie -pkscz




Download 1.05 Mb.
leave a comment
Page14/21
Date conversion22.09.2012
Size1.05 Mb.
TypeДокументы, Educational materials
Add document to your blog or website

страницы: 1   ...   10   11   12   13   14   15   16   17   ...   21
Be the first user to rate this..
Your rate:
Place this button on your site:
docs.exdat.com

The database is protected by copyright ©exdat 2000-2017
При копировании материала укажите ссылку
send message
Documents

upload
Documents

Рейтинг@Mail.ru
наверх